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Investitionen in die Zukunft

 

Planungsskizze für die zukünftige Anlagenerweiterung

Durch den zügigen Ausbau von Erneuerbaren Energien wie Photovoltaik und Windkraft verliert die...


 


Mehrabnahme Energie erfolgreich umgesetzt

 

Blick auf den Generator der Biogasanlage in Nohra

Die Reduzierung von Energiekosten ist neben der verkehrsgünstigen Lage des Industriestandortes für...


 


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Biogasanlage in Nohra profitiert vom Umbau der Wurstfabrik

Der Geschäftsführer des Biomasse-Kraftwerkes in Nohra im Weimarer Land, Andreas Kellner, erzeugt mit der Anlage nicht nur Strom, sondern auch Wärme für umliegende Unternehmen. Foto: Alexander Volkmann

Der Biogasanlage in Nohra, eine der größten in Thüringen, bringt die Einstellung der Schlachtung im benachbarten Werk von Weimarer Wurstwaren keine Einbuße - so berichtete die Thüringer Allgemeine am 18.02.2014.

 

"Wenn der gesamte Betrieb dort eingestellt würde, dann hätte das für uns problematisch werden können", räumte der Geschäftsführer der Biogasanlage, Andreas Kellner, ein. Es werde aber lediglich eine Abteilung des Schlachthofes geschlossen. Im Gegenzug plane das Unternehmen sogar die Wurstproduktion am Standort Nohra noch deutlich aufzustocken. Für die Anlage ist der Verkauf von Wärme ein willkommenes Zusatzgeschäft, allerdings steht die Stromerzeugung laut Kellner im Vordergrund. Während man mit Strom im Jahr rund 1,9 Millionen Euro erlöst, sind es im Wärmegeschäft lediglich rund 100.000 Euro jährlich.

 

Die Wurstfabrik werde auch in der Zukunft weiterhin ihre Wärme aus der benachbarten Biogasanlage beziehen. Genau diese Kopplung, der Stromerzeugung auf der einen und der Bereitstellung von Fernwärme auf der anderen Seite, mache das Betreiben der Anlage besonders rentabel, sagte Kellner.

 

Er rechnet perspektivisch damit, dass die Wurstfabrik sogar noch mehr Wärme aus seiner Anlage abnehmen könnte. Vorort gebe es Pläne, Teile der Fertigung - speziell die Einkochautomaten für Wurstkonserven - von einer Dampftechnologie auf Heißwasser umzustellen. Das sei wesentlich wirtschaftlicher, weil beim Dampfverfahren hohe Energieverluste entstehen.

 

Die Eigentümer des Schlachthofes verfolgen laut Kellner das Ziel, die Fabrik energetisch auf den neuesten Stand der Technik zu bringen. Hauptprodukt der Firma in Nohra sind Thüringer Bratwürste, die unter anderem für große Handelsketten gefertigt werden.

 

Das Unternehmen hatte vor einigen Wochen angekündigt, die Schlachtung in Nohra einzustellen, weil sie sich wegen zu geringer Mengen nicht mehr rentiere. Die Wurstfabrik soll von einem Schlachthof in Ostthüringen beliefert werden, der ebenfalls zur Unternehmensgruppe gehört.

 

Der Chef der Biogasanlage konnte nach eigenen Angaben zudem erst vor wenigen Tagen einen neuen Abnehmer für Fernwärme aus der Anlage gewinnen. Die ebenfalls im Umfeld angesiedelte Firma "Gilde Thüringer Fleischergenossenschaft" bezieht künftig ebenfalls Wärme aus der Biogasanlage. Die dafür notwendige Fernwärmeleitung wurde gerade angeschlossen. Die Firma Gilde ist Spezialist für Fleischereibedarf und hat ihre Kunden vor allem in der Region rund um Nohra und Jena. Man bietet vor allem Ausstattungsartikel für Metzger- und Gastronomiebetriebe.

 

Im Jahr 2012 wurden in Thüringen insgesamt 7478 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugt. Dabei stieg der Anteil der Stromproduktion aus erneuerbaren Energieträgern von 47 Prozent im Jahr 2011 auf 50 Prozent in 2012.

 

Das Wachstum der Ökostromproduktion ist größtenteils auf die gestiegene Stromerzeugung in bio-massebetriebenen Anlagen zurückzuführen. Sie allein trugen 42,8 Prozent zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien. Den zweiten Platz bei der klimafreundlichen Stromproduktion nahm die Stromerzeugung aus Windkraft mit einem Anteil 37,6 Prozent ein. Die Stromerzeugung mittels Fotovoltaik ist von einem Anteil von 9,7 auf bemerkenswerte 14,2 Prozent gestiegen.

 

(Quelle TA)