Aktuelles

Investitionen in die Zukunft

 

Planungsskizze für die zukünftige Anlagenerweiterung

Durch den zügigen Ausbau von Erneuerbaren Energien wie Photovoltaik und Windkraft verliert die...


 


Mehrabnahme Energie erfolgreich umgesetzt

 

Blick auf den Generator der Biogasanlage in Nohra

Die Reduzierung von Energiekosten ist neben der verkehrsgünstigen Lage des Industriestandortes für...


 


Aktuelles

Japaner interessieren sich für Ökoenergie

Der frühere Premier Japans, Junichiro Koizumi (links) besucht am zweiten Tag seiner Reise durch Thüringen mit einer Wirtschaftsdelegation die Biogasanlage in Nohra. Geschäftsführer Andreas Kellner (rechts) erläuterte den Gästen, darunter Günther Richter vom BVMW (Mitte), die Anlage.

Die Biogasanlage im Gewerbegebiet des Ortes ist mit einer Leistung von 1500 Kilowatt eine der größten in Thüringen. "Normalerweise liegen durchschnittliche Anlagen derzeit bei 300 bis 500 Kilowatt", berichtete Geschäftsführer Andreas Kellner dem früheren Premier Japans, Junichiro Koizumi. Dieser besuchte am zweiten Tag seiner Reise durch Thüringen mit einer Wirtschaftsdelegation die Biogasanlage in Nohra.

 

Den Gästen wurde erläutert, das die Anlage Getreide, Mais oder Gräser für den Betrieb von Landwirten aus der Region bezieht. Die dabei anfallenden Reststoffe gebe man an die Landwirte ab, die sie als Dünger, d.h. vollwertigen Ersatz für Mineraldünger auf die Felder ausbringen.

 

Die im Prozess entstehende Abwärme verkauft das Unternehmen an den benachbarten Schlachthof. Das mache die Sache noch wirtschaftlicher für die Betreiber. Erstaunt zeigte sich der japanische Ex-Premier darüber, dass lediglich ein Mitarbeiter ausreicht, die Anlage zu bedienen und zu überwachen.

 

Im Gegensatz zu Solar- und Windkraftanlagen sei die Biomasse grundlastfähig, das bedeutet, dass die Energie rund um die Uhr kontinuierlich zur Verfügung steht. Durch ein Hoch- oder Runterfahren der Anlage könne man also auf Schwankungen durch ausbleibende Sonne oder eine Windflaute ebenso reagieren wie auf eine massive Sonneneinstrahlung.

 

In Japan sei die Atomenergie vor der Katastrophe in Fukushima gezielt gefördert worden, bestätigte Junichiro Koizumi. Er selbst habe auch an die Zukunft der Kernenergie geglaubt, räumte der frühere Politiker ein: "In der Zwischenzeit denke ich allerdings anders darüber." Viele Blicke seien derzeit auf Deutschland gerichtet. Wenn es hier gelinge, die Energiewende zu schaffen und auf erneuerbare Energien umzustellen, dann würden andere Länder folgen, ist Koizumi überzeugt.

 

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