Aktuelles

Investitionen in die Zukunft

 

Planungsskizze für die zukünftige Anlagenerweiterung

Durch den zügigen Ausbau von Erneuerbaren Energien wie Photovoltaik und Windkraft verliert die...


 


Mehrabnahme Energie erfolgreich umgesetzt

 

Blick auf den Generator der Biogasanlage in Nohra

Die Reduzierung von Energiekosten ist neben der verkehrsgünstigen Lage des Industriestandortes für...


 


Biogasanlagen - Die Technologie

Biogas entsteht durch die Vergärung tierischer und pflanzlicher Stoffe, d.h. eine flüssige Mischung energetischer Rohstoffe gärt in so genannten Fermentern unter Luftausschluss. Auf 38 bis 42 Grad erwärmt und kräftig durchmischt, wandeln Bakterien die organische Substanz in hochwertiges Biogas um.

 

Biogas besteht aus dem energiereichen Methan (H4) zu 50-65% und Kohlendioxid (CO2) mit 35-50%, sowie geringen Anteilen Schwefelwasserstoff (<1%) und Spurengasen.

 

Ein Fermenter ist das Kernstück einer Biogasanlage, in welchem unter Luftabschluss und ohne wesentlichen Überdruck der Gärprozess abläuft. Der Gärraum wird täglich mit Gärsubstrat "gefüttert". Um die natürliche Gasentwicklung zu steigern, ist eine kontrollierte und gezielte Fütterung wichtig, damit alle Phasen der Gasbildung in einem idealen Gleichgewicht liegen. Nach einer Gärzeit von 40-60 Tagen ist der größte Teil des organischen Substrates in energiereiches Gas umgewandelt worden.

 

Der ausgegaste und nahezu geruchslose Gärrest sammelt sich kontinuierlich im Substratlager und wird dort bis zur Ausbringung auf landwirtschaftlichen Flächen gelagert. Dieser Gärrest ist ein hochwertiger Dünger für die Landwirtschaft und kann klassische Minaraldünger (Kunstdünger) nahezu ersetzen.

 

Das Biogas wird als Treibstoff in Blockheizkraftwerken, d.h. Verbrennungsmotoren mit angeschlossenem Generator, verstromt und in das öffentliche Stromnetz eingespeist. Die durch die Kraft-Wärme-Kopplung zusätzlich gewonnene Wärme dient der Beheizung des Fermenters und kann über Nahwärmenetze an weitere Verbrauchern abgegeben werden. In Nohra ist der nahegelegene Schlachthof als zentraler Wärmeabnehmer verfügbar.

 

Generell können Biogasanlagen je nach Abnahmebedarf im Stromnetz problemlos per Fernsteuerung (Energiezentrale Frankfurt für den Standort Nohra) und damit lastabhängig gefahren werden. Bei einem Überangebot an Elektroenergie im Netz wird die Anlage in der Stromerzeugung reduziert und bei Bedarf wieder hochgefahren.